1986 - 1995

Die Prinzen der "Stina Asse"


 
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Der gemischte St. Jöriser Kegelclub „Stina  Asse“ beschloss im Jahre 1986 eine Woche vor Aschermittwoch, dass der Umzug von Reiner Visser zu Veilchendienstag, sowohl Unterstützung, als auch dringend einen Prinzen benötigt.

Kurzerhand wurde aus den Reihen der rührigen  Kegler der damalige Wirt der Gaststätte „Alte Schmiede“, Willibert Schmitz, zum Prinzen Willibert I. von St. Jöris gekürt. Ein  prinzliches Gefährt wurde im Nachbarort ausgeliehen  und die Kegler unterstützten ihren Prinzen  als Prinzenbegleitung in mit bunter Watte aufgerüsteten schwarzen Anzügen.

Hans Johnen stiftete – wie in den Folgejahren – einen Orden und zur karnevalistischen  Hochburg wurde die „Alte Schmiede“ auserkoren. 


 

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In der Session 1987 übernahm Prinz Rolli (Rolf Bittins) I das bislang aus einer Klobürste bestehende närrische Zepter und führte den Veilchendienstagumzug in St. Jöris, unterstützt durch die Stina Asse – verkleidet als Schlafmützen – durch den Ort.

 

 

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Im Jahr 1988 wurde der mittlerweile „offizielle Charakter“ dieses Umzuges dadurch unterstrichen, dass Prinz Armin (Armin Roth) I –erstmals  mit Prinzenkappe geschmückt- das bunte närrische Treiben anführte. Diese Kappe wurde  - wie schon zuvor die Orden –  von Hans Johnen gestifttet.

Der Umzug fand große Resonanz bei der St. Jöriser Bevölkerung und neben den als Zwergen verkleideten Stina Asse  gewann der Veilchendienstagumzug sowohl durch Reiner Visser mit einem Karnevalswagen als auch durch die Hoch- und Deutschmeister, einer Eschweiler Brasselskapelle, gewaltig an Länge.

 


 

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Weiter ausgebaut wurde – immer unter der Regie des Kegelclubs „Stina Asse“ 1989  das karnevalistische Treiben in St. Jöris, als die Eschweiler Karnevalsgesellschaft KG Hofnarren, ihre Kindersitzung im Kloster abhielt.

Veilchendienstag 1989 wurde erstmalig auf dem Hof bei Bittins die nunmehr traditionelle Erbensuppe ausgeschenkt und unterstützt durch die Stina Asse – in diesem Jahr als Chinesen – konnte Prinz Hans-Peter I (Hans-Peter Jansen) – einer immer größer werdenden karnevalistischen Gemeinde zujubeln. In diesem Jahr kam, wieder gestiftet von Hans Johnen, das Prinzenkostüm zum ersten Mal zum Einsatz, welches bis ins Jahr 2004  noch den jeweiligen Prinzen zu Ehre gereichte.

 


 

Prinz Günther 1990

 

Das Jahr 1990 stand für die Stina Asse im Zeichen des Pumuckel  und Prinz Günther I. (Günther Dohlen). regierte, unterstützt durch die Hofnarren im Kloster und es gab erstmalig ein kleines Rahmenprogramm nach Auflösung des Umzuges.

 


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Mit neuem Elan und viel Spaß an der Freud wurde sodann im Jahr 1992 Prinz Büb I  (Matthias Frein) ausgerufen. Die Stina Asse, dieses Mal als Spielclowns verkleidet, organisierten das Erbsensuppenessen und ein kleines karnevalistisches Programm zu Veilchendienstag. Die Kinder der Keglerfamilien bildeten eine eigenständige kostümierte Gruppe im Zug. Ebenfalls wuchs der Zug um einen weiteren Wagen an, die Stina Asse – bislang immer „nur“ Gefolge auf dem Prinzenwagen -, unterstützten den Zug nun mit eigenem zusätzlichen Wagen.

 

 

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1993 trat  Prinz Rudolf I (Rudolf Bittins) in die Fußstapfen seines Vaters und regierte für einen Tag das närrische St. Jöris. Der Veilchendienstagumzug wuchs, unterstützt durch Kostümgruppen des SV St. Jöris, der KG Hofnarren, einer Brasselskapelle aus Linden- Neusen sowie dem Trommler- und Pfeiferchor Hehlrath auf ein nie gekanntes Ausmaß.

 

 

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Was schon nicht mehr zu toppen geglaubt war, gelang 1994 Prinz Dieter I (Dieter Clermont), der mit eigenen Pagen und Mariechen durch das Dorf zog. Die Stina Asse begleiteten ihn als Clowns im Frack und erstmals wurde dem Altenheim Haus Maria in Kinzweiler ein närrischer Besuch abgestattet.

 

 

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Im 10. Jahr nach dem ersten St. Jöriser Prinzen kam mit Prinz Hans I (Hans Johnen) 1995 das letzte männliche Mitglied der Stina Asse an die närrische Macht. Hans Johnen, der große Unterstützer, der neben Prinzenkappe und Prinzenkostüm in jedem Jahr die Sessionsorden gestiftet hatte, wurde in seiner närrischen Ausrüstung durch ein Zepter komplettiert. Die Stina Asse verliehen dem Umzug im Glitterkostüm mit Boa den richtigen Rahmen.

 

 

Im Jahr 1995 hatte nun jedes männliche Mitglied der jecken Kegler jeweils einmal „der Prinz gemacht“ und guter Rat war teuer, denn wie sollte es weitergehen mit dem St. Jöriser Karneval.

Kurzerhand taten sich eine handvoll St. Jöriser Jecken, allen voran Reiner Visser, zusammen und hielten noch am Veilchendienstag 1995 -zu vorgerückter Stunde- Ausschau nach einem potentiellen Prinzen für die kommende Session. Die Wahl fiel auf Günter Faust. Der jedoch wollte das Amt nicht alleine übernehmen, fand aber in  Heribert Wolf und Margret Böhnke zwei Fastelovendsjecke, denen sehr viel daran gelegen war, dass es in St. Jöris karnevalistisch auch über das Jahr 1995 hinaus weiterging. Damit wurde das 1.  Dreigestirn  für St. Jöris gefunden, was noch am gleichen –feucht fröhlichen – Abend als solches ausgerufen wurde.

Da der Veilendienstagsumzug und das herrlich bunte Treiben im Kloster für St. Jöris auf jeden Fall erhalten bleiben sollte, wurde noch im Laufe des Jahres 1995 die Idee der Gründung einer  Interessengemeinschaft geboren und nachhaltig verfolgt. Einig war man sich bereits hier, dass es auf keinen Fall die Geburtsstunde einer weiteren  Karnevalsgesellschaft sein sollte, sondern einzig und alleine ein Zusammenschluß aller am St. Jöriser Karneval Interessierten.

Die eigentliche Gründungsversammlung fand am 10.03.1996 statt.

Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte sodann am 19.11.1997.

 


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